Kurzgeschichten

Profil

  • : Sebastian Klaus
  • sebastianklaus
  • : männlich
  • : 17.07.1985
  • : Deutschland Hessen 63526 Langendiebach Erlensee
  • : Lesen Schreiben Politik Literatur Musik hören
  • : "Über mich selbst" möchte ich an dieser Stelle nur ungern sprechen, da jegliches Wort zu meiner Person ohnehin zu sehr vom Zeitpunkt der Niederschrift abhängig ist. Vielmehr sollten Sie sich die Zeit nehmen, die Bloginhalte zu studieren, um mehr über die Person Sebastian Klaus zu erfahren.

Eckdaten

  • : 26.11.2007
  • : I blog my mind
  • sebastianklaus
  • : Dieser Blog soll dazu dienen, unabhängig meine Gedankengänge und -orientierung zu sortieren und darzustellen. In erster Linie für mich selbst, jedoch sind alle natürlich herzlich zum Stöbern eingeladen.
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Donnerstag, 29. november 2007
Lyrik oder lyrische Poesie, deren Name von dem griech. Saiteninstrument Lyra (s.d.) entlehnt ist, heißt diejenige Gattung der Poesie, die zum unmittelbaren Ausdruck des subjektiven Gefühlslebens einer Person oder eines Kreises dient. Es ist nicht zu bezweifeln, daß L. infolgedessen Ausgangspunkt aller Poesie war. Die Beobachtung der Naturvölker lehrt, daß lyrische Gesänge, verbunden mit Musik und Tanz, die älteste poet. Produktion bilden, und dazu stimmt auch bei den Indogermanen das hohe Alter ihrer hymnischen Dichtungen (Rigveda). Die Schnadahüpfl des bayr. Gebirges, die auch von Gesang und Sprüngen begleitet sind, mögen ein Bild einfachster L. geben. Die Verbindung mit dem Tanz hat sich längst, die mit der Musik noch bis heute nur zum Teil gelöst; in ältern [422] Zeiten war der Lyriker zugleich Komponist und Dichter, und das Volks- und Gesellschaftslied ist bis jetzt ohne Gesang undenkbar, ein recitiertes lyrisches Gedicht ist im Grunde nicht viel besser als ein Lesedrama. Die früher herrschende Ansicht, das Epos, das die Begebenheiten der Außenwelt meldet, sei älter als die L., beruhte auf der sehr begreiflichen Thatsache, daß die Mehrzahl unserer ältesten Dichtungen Epen sind; subjektive Eingebungen des Moments schrieb man eben nicht auf, während das Epos schon als Vertreter der Geschichte und durch seinen Umfang die Aufzeichnung begünstigte.

Unter den Gattungen der L. unterscheidet man im Anschluß an die antike Terminologie die kunstvoll ausgestaltete, meist dem Gottesdienst geweihte Hymne, die feierliche Ode, die frei dahinstürmende Dithyrambe, die Reflexion und Gefühlsleben verbindende Elegie, dann das einfachere Lied (s.d.), das geistlich und weltlich, für Chor und für Einzelne bestimmt sein kann. Dagegen ist es nicht richtig, wenn man das Epigramm, die Epistel, das Lehrgedicht und ähnliche rein gedankliche Dichtungen zur L. rechnet.

von Sebastian Klaus
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