Ich gebe dir so viel ich kann,
Bin für dich da, sosehr es geht,
Immer die Freude auf das Dann und Wann,
Und täglich die Angst, dass es verweht.
Gebunden eng,
Getrennt so fern,
Ohne dich, ich in tiefem Loch gar häng,
Ich brauch' dich doch, ich hab dich gern.
Dem Fehler des Tages,
Geht voraus,
Die Angst der Nächte,
Geht voraus,
Der Fehler des Vortags, der Vorwoche, des Vormonats.
Tugendhaft, so bist du mir im Geiste,
Kraftvoll ist, was du geschaffen,
Armselig, was ich leistete,
Tadelhaft ist, was ich bin am hoffen.
Einen Fehler gemacht,
Ihm verzieh'n, MIR verziehen,
An das Gute, Neue gar gedacht,
So stelltest du dich, jed'ger neuen Schlacht;
Und doch sah ich dich von dannen fliehen.
Hitze kommt auf, Kälte übermannt,
Die Hitze so eisig, tief in mir glüht,
Doch hat die Kälte mich verbrannt,
Bevor sich das Schicksal für uns bemüht.
Ein paar Zeilen nur,
Ein Gedankengang,
Nur eine Minute zählt die Uhr.
Tief in mir wird's leer und bang...
Es sind nur Zeilen, nur Gedanken.
Sie sind nicht wahr, aber dennoch wirklich,
Sind nicht schmerzhaft, doch quälen sehr.
Sie nagen, sie fressen.
Nein, es sind nur Gedanken,
So soll es wohl sein,
Denn ihre Quelle ist weg.
Mit Ihnen bin ich nun allein.
Hin, gebe ich mich dem Leersein,
Horche der Stille,
Bestarre das Nichts.
Die Grenze zum Tod wird gar und gar klein.
So, ruhe in Frieden, kleines Leben,
Ohne sie, soll es uns nicht geben,
So lasse ich die Seele frei,
Denn es ist aus
Und vorbei!