Ein ferner Ruf erweckte mich,
Ich schrak auf, ganz fürchterlich,
Denn eine Stimme, so böse und allein,
Und trotzdem lieblich und fein,
So fordernd und rodend,
Und dennoch bittend und lobend,
Sie schrie nach mir.
Sie flüsterte,
Krisch wie ein Tier,
Das sich in Liebe brüstete.
Die Augen geöffnet,
Die Ohren gespitzt,
So ersah, was in die Wand geritzt.
Es war gar schrecklich,
Und doch so schön.
Unschuldig und doch obszön.
Ein ferner Gedanke, hielt mich fest.
Ich fühlte Angst und Bange,
Denn er klammerte, und das sehr lange,
Und trotzdem streichelte er,
Obgleich er schmerzte wie die Pest,
So wirkte er heilend, und das sehr.
Mir wurde klar und klarer gar,
"Es ist kein Traum, es ist wahr."
Und so stand ich auf, lief um mich her,
Um mich herum.
Ich stand ganz still,
Ich tat nur, was ich immer will,
Und doch rührte ich mich nicht,
Denn ich stand in des Todes Angesicht.
Der klare Gedanke, er war so laut,
Er war so fies, er war so schwer.
Dennoch wichtig und lebensweisend,
Verdeckend die Schmerzen und das Leid.
Ich muss zur Schule, ich muss gehen,
Bettchen, Wecker, wir werden uns schnell wiedersehen.
Und so ging ich auf den Weg,
Überquerte, Steg um Steg,
Kam an, am fernen Ziel,
An dem ich, angekommen,
Wieder in mein Bettchen fiel.
Alleine starb ich, hab's kaum vernommen.