Sommernacht, sei Kindheitstraum,
Winternacht, mach Ängsten Raum.
Deine Liebe so nah, dein Leben so fern,
Am Himmel hoch, da leuchtet dein Stern;
Er brennt herab auf Haar und Haut,
Ich weine schluchzend, laut.
Sommernacht, sei Kindheitstraum,
Winternacht, mach Ängsten Raum.
Deine Augen geschlossen, so sehe ich dich,
Meine Augen geschlossen, so kommt der Stich;
Er dringt hinein in meine Haut,
Ich weine schmerzverzerrt, laut.
Sommernacht, sei Kindheitstraum,
Winternacht, mach Ängsten Raum.
Hexe gerufen, Elfe verschreckt,
Den Schrei tief im Hals versteckt,
Meine eig'ne Wunde je geleckt
Und doch nicht durch den Schmerz geweckt.
Sommernacht, sei Kindheitstraum,
Winternacht, mach Ängsten Raum.
Deine Liebe so fern, dein Leben so nah,
Über mir weht dein schwarzes Haar;
Es windet herab auf meine Haut,
Ich flehe dich an, bettelnd, laut.
Sommernacht…
Winternacht…
Meine Augen geschlossen, so soll es sein,
Deine Augen geschlossen, das Blut fließt rasch und fein;
Es rinnt herab an meiner Haut,
So sterbe ich voll Angst und zerrend laut.
Sommernacht, macht Ängsten Raum,
Winternacht, ist Kindheitstraum.